Weltmännertag

    Jedes Jahr am 3. November findet der Weltmännertag statt, auf Englisch International Men’s Day. Der Aktionstag stellt vor allem die Männergesundheit in den Mittelpunkt. Dabei geht es um Vorsorge, Gesundheitsbewusstsein und die Frage, warum Männer bestimmte medizinische Angebote häufig seltener oder später wahrnehmen als Frauen. Der Weltmännertag ist nicht mit dem Internationalen Männertag zu verwechseln. Dieser findet jährlich am 19. November statt und befasst sich neben Männergesundheit auch mit Themen wie Gleichberechtigung, Rollenbildern, Vaterschaft und gesellschaftlicher Teilhabe von Männern.

    Geschichte

    Der Weltmännertag wird seit dem Jahr 2000 begangen. Er geht auf eine Initiative von Andrologen der Universität Wien zurück und stand unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow. Ziel war es, Männer stärker für gesundheitliche Fragen zu sensibilisieren und das Bewusstsein für Vorsorge und einen gesunden Lebensstil zu stärken.1

    Im Mittelpunkt steht dabei die Beobachtung, dass Männer und Frauen sich in Fragen von Gesundheit, Krankheit und Vorsorge unterscheiden. Das Robert Koch-Institut beschreibt unter anderem Unterschiede im Gesundheitsstatus, im Gesundheitsverhalten, in der Prävention und in der Inanspruchnahme von Versorgungsangeboten.2 Der Weltmännertag greift diese Themen auf und soll Männer dazu anregen, sich frühzeitig mit ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit auseinanderzusetzen.

    Brauchtum

    Feste Bräuche gibt es am Weltmännertag nicht. Anders als bei klassischen Feiertagen stehen keine Rituale oder traditionellen Feiern im Vordergrund. Stattdessen wird der Tag vor allem für Aufklärung, Gesundheitsinformationen und öffentliche Hinweise auf Vorsorgeangebote genutzt.

    In Deutschland greifen Krankenkassen, Gesundheitseinrichtungen, Beratungsstellen, Hochschulen und einzelne Kommunen den Aktionstag auf. Häufig geht es dabei um Themen wie Früherkennung, Herz-Kreislauf-Gesundheit, psychische Gesundheit, Prostatakrebs, Bewegung, Ernährung oder den Umgang mit Stress. Auch Informationsseiten zur Männergesundheit weisen rund um den Weltmännertag darauf hin, welche Vorsorge- und Früherkennungsangebote Männer in Anspruch nehmen können.3

    Einzelne Einrichtungen organisieren außerdem Aktionstage oder Informationsangebote zur Männergesundheit. So verweist etwa die Universität Hamburg auf den Weltmännertag als Anlass, um auf Vorsorge, gesundheitliche Risiken und die realistische Einschätzung der eigenen Gesundheit aufmerksam zu machen.4

    Im November überschneiden sich zudem mehrere Aktionen zur Männergesundheit. Neben dem Weltmännertag am 3. November gibt es den Internationalen Männertag am 19. November und die Movember-Kampagne, bei der insbesondere auf Prostatakrebs, Hodenkrebs, psychische Gesundheit und Suizidprävention aufmerksam gemacht wird. Dadurch gilt der November häufig als Monat, in dem Männergesundheit besonders sichtbar wird.5

    Wissenswertes

    Männergesundheit umfasst mehr als einzelne Vorsorgeuntersuchungen. Dazu gehören körperliche Gesundheit, psychisches Wohlbefinden, der Umgang mit Risiken, rechtzeitige medizinische Abklärung und ein offenerer Umgang mit Belastungen. Gerade weil viele Männer gesundheitliche Beschwerden lange herunterspielen oder Arztbesuche aufschieben, setzt der Weltmännertag auf Sensibilisierung statt Feiercharakter.

    Wichtig ist auch die Unterscheidung zum Internationalen Männertag am 19. November. Während der Weltmännertag vor allem die Gesundheit und Vorsorge in den Mittelpunkt stellt, ist der Internationale Männertag breiter angelegt. Dort geht es zusätzlich um Gleichstellung, positive männliche Vorbilder, Jungen- und Männerarbeit, Vaterschaft und gesellschaftliche Rollenbilder.

    Ähnliche Feiertage

    • Weltkrebstag – 4. Februar
    • Internationaler Frauentag – 8. März
    • Weltgesundheitstag – 7. April
    • Internationaler Männertag – 19. November

    Quellen

    1. November ist der Monat der Männergesundheit (urologische-stiftung-gesundheit.de)
    2. Gesundheitliche Lage der Männer in Deutschland (edoc.rki.de)
    3. Früherkennung von Männererkrankungen (maennergesundheitsportal.de)
    4. Aktionstag Männergesundheit der Universität Hamburg (kus.uni-hamburg.de)
    5. Movember (de.movember.com)