Weltbodentag
Der Weltbodentag wird jedes Jahr am 5. Dezember begangen. International ist er als „World Soil Day“ bekannt und seit 2014 ein offizieller internationaler Aktionstag im Rahmen der FAO und der UN-Generalversammlung.1 Im Deutschen wird auch die Bezeichnung „Internationaler Tag des Bodens“ verwendet.2 Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung gesunder Böden für Landwirtschaft, Ökosysteme und Ernährungssicherheit sowie der Schutz gesunder und fruchtbarer Böden als Lebensraum, Wasser- und Nährstoffspeicher.1,2
Geschichte
Der Weltbodentag wurde international eingeführt, um die Bedeutung von Böden stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die FAO beschreibt den 5. Dezember als jährlichen Aktionstag für die Rolle von Böden in Landwirtschaft, Ökosystemfunktionen und Ernährungssicherheit. Seit 2014 ist der World Soil Day ein offizieller internationaler Tag, der unter Führung Thailands von der FAO und der UN-Generalversammlung unterstützt wurde.1
In Deutschland ist der Weltbodentag eng mit der Aktion „Boden des Jahres“ verbunden. Dabei wird am 5. Dezember jeweils der Boden des Jahres für das folgende Jahr vorgestellt. Die Aktion wurde vom Bundesverband Boden und der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft initiiert und wird vom Umweltbundesamt gefördert. Die Auswahl trifft ein Kuratorium, nachdem Vorschläge eingereicht wurden.3
Brauchtum
Informations- und Kampagnenarbeit steht beim Weltbodentag im Vordergrund. International stellt die FAO Kampagnenmaterialien, Social-Media-Karten, Logos und eine Karte für weltweite Veranstaltungen bereit. Der Tag wird dadurch nicht als traditioneller Feiertag begangen, sondern vor allem für Aufklärung, Fachkommunikation und öffentliche Sensibilisierung rund um Bodengesundheit und nachhaltige Bodennutzung genutzt.1
Boden des Jahres ist der wichtigste Deutschland-Bezug. Am 5. Dezember wird in Deutschland der Boden des Jahres für das folgende Jahr vorgestellt. Zu den jeweiligen Böden werden Merkmale, Entstehung, Bedeutung, Gefährdung und Vorkommen beschrieben. Außerdem entstehen jährlich neue Poster und Flyer, die für Informationsarbeit, Bildung und Veranstaltungen genutzt werden können.3
Veranstaltungen und Fachangebote finden vor allem im Umfeld von Bodenschutz, Landwirtschaft, Umweltbildung und Geowissenschaften statt. In Deutschland gibt es zum Weltbodentag unter anderem Festveranstaltungen, bei denen der neue Boden des Jahres vorgestellt und fachlich eingeordnet wird.5
Mottos und Themenschwerpunkte wechseln jährlich und greifen unterschiedliche Fragen des Bodenschutzes auf. Beispiele aus den vergangenen Jahren sind:4
- 2025: „Healthy Soils for Healthy Cities“
- 2024: „Caring for Soils: Measure, Monitor, Manage“
- 2023: „Soil and Water, a Source of Life“
- 2022: „Soil, Where Food Begins“
- 2021: „Halt Soil Salinization, Boost Soil Productivity“
Regionale Unterschiede sind nicht als feste Bräuche einzelner deutscher Bundesländer belegt. Unterschiede entstehen eher durch die jeweilige Umsetzung vor Ort, etwa durch Fachveranstaltungen, Bildungsangebote, lokale Bodenprofile, den jeweiligen Boden des Jahres oder regionale Einrichtungen, die das Thema Bodenschutz aufgreifen.3,5
Ähnliche Feiertage
- Welttag der Feuchtgebiete
- Tag des Waldes
- Weltwassertag
- Tag der Erde
- Tag des Baumes
- Tag der Umwelt
Quellen
- World Soil Day (fao.org)
- Tag des Bodens: Mehr als nur Dreck unter unseren Füßen (umweltbundesamt.de)
- Boden des Jahres (bvboden.de)
- World Soil Day 2025 - Healthy Soils for Healthy Cities (fao.org)
- Festveranstaltung zum Weltbodentag "Boden des Jahres 2026" (umweltbundesamt.de)