Tag des Glücks

    Der 20. März wurde am 28. Juni 2012 von der UN offiziell als „International Day of Happiness“ ausgerufen und wird seither als „Tag des Glücks“ begangen. Er soll daran erinnern, wie wichtig Glück und Wohlbefinden für die Menschheit sind.1

    Geschichte

    Die ursprüngliche Inspiration für diesen Aktionstag reicht mehrere Jahrzehnte zurück und führt nach Bhutan. Dort orientiert sich die Entwicklung des Landes seit 1998 nicht allein am Bruttonationaleinkommen, sondern auch am Konzept des „Bruttonationalglücks“.1 Dieses beruht auf vier Säulen2, 3:

    1. Die Förderung einer nachhaltigen und gerechten Wirtschaftsentwicklung
    2. Der Schutz und die Unterstützung von Kultur
    3. Der Fokus auf ökologische Nachhaltigkeit
    4. Eine gute und geordnete Regierungsführung sowie Gleichheit vor dem Gesetz

    Die Idee, „Glück“ als Maßstab staatlichen Handelns zu verstehen, kam erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf. Sie geht auf die 1970er-Jahre zurück, als König Jigme Singye Wangchuck das Konzept des „Bruttonationalglücks“ prägte und damit eine neue Perspektive auf Entwicklungspolitik einführte.4

    Brauchtum

    Wie der Name bereits vermuten lässt, soll der Tag des Glücks (oder auch Weltglückstag) die Aufmerksamkeit stärker auf das innere Wohlbefinden des Menschen lenken. An diesem Tag soll der Fokus auf dem seelischen Wohlbefinden liegen und daran erinnern, dass das Streben nach Glück ein grundlegendes menschliches Ziel ist.5

    In Deutschland zeigt sich der Aktionstag eher in modernen Mitmachformaten als in einem festen regionalen Brauchtum. Dazu zählen etwa Morgenmeditationen, Lachyoga, Achtsamkeitsübungen und Workshops zum Wohlbefinden, wie sie zum Weltglückstag im deutschsprachigen Raum angeboten werden.6

    Wissenswertes

    Auch in Deutschland wird das Thema Glück institutionell und gesellschaftlich aufgegriffen. Laut Deutschem Patent- und Markenamt liegt Deutschland im World Happiness Report auf Platz 17. Zudem zeigt ein Blick ins DPMAregister, dass der Begriff „Glück“ auch sprachlich und kulturell präsent ist: Bei der Suche nach nationalen Marken gibt es dort 661 Treffer. Das Spektrum reicht von Formulierungen wie „Ich bin zum Glück aus Osnabrück“ bis hin zu bekannten Wendungen und Slogans rund um Glück, Zufriedenheit und Wohlbefinden. Dadurch wird deutlich, dass Glück nicht nur ein persönliches Empfinden ist, sondern auch in Alltag, Sprache und öffentlicher Wahrnehmung eine feste Rolle spielt.5

    Ähnliche Feiertage

    • Dankeschön-Tag (11. Januar)
    • Tag der Großartigkeit (10. März)
    • Tag der Umwelt (5. Juni)
    • Weltfriedenstag (21. September)

    Quellen

    1. International Day of Happiness 20 March (un.org)
    2. Bruttoinlandsglück (bpb.de)
    3. Bruttonationalglück (wikipedia.org)
    4. Gross National Happiness Index(sdgs.un.org)
    5. Tag des Glücks (dpma.de)
    6. Weltglückstag (actionforhappiness.de)